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„Dokumentation der Instituts- und Medien-Kampagne gegen Prof. Claudia von Werlhof“ liegt vor – PDF-Download möglich

Das Forschungsinstitut für Patriarchatskritik stellt die „Dokumentation der Instituts- und Medien-Kampagne gegen Prof. Claudia von Werlhof – und der daraufhin erfolgten weltweiten Unterstützungs- und Solidaritätsaktionen“ als PDF-Download zur Verfügung. Das 54-seitige Dokument bietet allen Interessierten alle relevanten Texte zum „Fall Werlhof“ im Überlick und in einer Datei zusammengefasst an.

PDF Download: DOKUMENTATION ZUR INSTITUTS- UND MEDIEN-KAMPAGNE GEGEN PROF. DR. CLAUDIA VON WERLHOF

Weitere Solidaritätsbekundungen – Matriarchatsforscherinnen richten offene Briefe an Universitätsleitung

Nachdem es im Rahmen einer beispiellosen Solidarisierungswelle in den letzten Tagen und Wochen weltweit zu Unterstützungserklärungen für Prof. Claudia von Werlhof gekommen ist, melden sich nun die Begründerin der Modernen Matriarchatsforschung und Leiterin der Internationalen Akademie HAGIA Heide Göttner-Abendroth sowie die feministische Theologin Christa Mulack zu Wort. In offenen Briefen an die Universitätsleitung fordern Sie diese auf, im „Fall Werlhof“ für Klarheit zu sorgen. Diese sieht sich seit Mitte Februar mit einer undurchsichtigen Diffamierungskampagne seitens österreichischer Medien konfrontiert.

Das Forschungsinstitut für Patriarchatskritik stellt die offenen Briefe als PDF-Download zur Verfügung:

1) Offener Brief von Dr. Heide Göttner-Abendroth:

Sehr geehrter Herr Prof. Töchterle,

Obwohl bei der letzten Tagung zur „Kritischen Patriarchatstheorie“ in Innsbruck angedeutet, haben wir erst jetzt von dem vollen Ausmaß der Denunziationskampagne gegen Frau Prof. Claudia von Werlhof erfahren, die an Ihrer Universität, im Internet und in der österreichischen Presse stattfindet.
Darüber sind wir äußerst bestürzt und fragen uns, wie dies nach mehr als 21 Jahren verdienstvoller Arbeit von Frau Prof. von Werlhof an der Universität Innsbruck möglich ist.

Der Grund für die Vorwürfe ist, dass Frau von Werlhof ein Interview im STANDARD gegeben hat, bei dem sie die Vermutung geäußert hat, das Erbeben in Haiti könnte durch militärische Manipulation vonseiten der USA verursacht worden sein.

– Dies ist erstens eine persönliche Meinungsäußerung und keine wissenschaftliche Feststellung, die jedem Menschen in einer Demokratie zusteht.
– Zweitens möchten wir darauf hinweisen, dass es eine internationale Diskussion zu diesem Thema: militärisches HAARP-Programm der USA, gibt, die in Österreich noch nicht angekommen zu sein scheint.
– Drittens ist uns unerfindlich, wieso ein persönliches Statement zu derartigen ehrabschneidenden Attacken in der Universität Innsbruck und der österreichischen Öffentlichkeit führen kann.

Wir können aus alledem nur schließen, dass die Gründe tiefer liegen, nämlich in der kritisch-theoretischen Arbeit, in der Frau von Werlhof eine gegenwärtig unübertroffene Analyse des kapitalistischen Patriarchats während ihrer gesamten wissenschaftlichen Laufbahn erarbeitet hat und öffentlich vertritt.

Wenn dies der wahre Grund für eine derartige Denunziationskampagne in Österreich ist, so möchten wir daran erinnern, dass theoretische und wissenschaftliche Arbeit auch eine ethische Aufgabe hat, nämlich gesellschaftliche Missverhältnisse aufzudecken, zu analysieren und damit den Boden für politische Lösungsmöglichkeiten zu bereiten. Diese Aufklärungsarbeit ist unbequem, aber notwendig.
Frau von Werlhof leistet sie in hohem Maße und ist dafür international bekannt und anerkannt.

In diesem Sinne, dass Wissenschaft aufgefordert ist, nicht nur affirmativ, sondern auch kritisch mit gegebenen Verhältnissen umzugehen, bitten wir Sie dringend, diesem denunzierenden Vorgehen entgegenzutreten und Frau von Werlhof öffentlich zu rehabilitieren. Sie schützen damit nicht nur ein Mitglied Ihrer Universität, sondern auch das Ansehen der Universität Innsbruck selbst, sowie der Wissenschaft als einer freien Stimme in der Gesellschaft.

In der Hoffnung, dass dieser untragbaren Situation bald ein Ende bereitet wird, grüßen wir Sie achtungsvoll.

Dr. Heide Göttner-Abendroth
(Leiterin der Akademie HAGIA)


Brief downloaden: [PDF GÖTTNER-ABENDROTH]

2) Offener Brief von Dr. Christa Mulack:

Sehr geehrter Herr Prof. Töchterle,

zutiefst betroffen und erschreckt über den Geist, der sich im Umfeld Ihrer Universität breitgemacht hat, nur weil Frau Prof. von Werlhof in einem Zeitungsinterview auf wissenschaftlich längst bekannte und belegte Auslösungsmöglichkeiten von Erdbeben hingewiesen hat, möchte ich Sie bitten, endlich Ihrer Fürsorgepflicht nachzukommen und sich schützend vor eine Ihrer international anerkannten Forscherinnen zu stellen, und zwar so, wie Sie es mit Sicherheit auch für einen Forscher Ihrer Universität tun würden – vielleicht sogar in der Vergangenheit bereits getan haben.

Es kann doch nicht sein, dass Sie tatenlos zusehen, wie in Ihrem Land geistige Scheiterhaufen errichtet werden, auf denen eine renommierte Wissenschaftlerin „verheizt“ wird. Wenn Sie wirklich daran interessiert sind, Schaden von Ihrer Universität abzuwenden, dann ist es höchste Zeit, dass Sie Ihre Mitarbeiterin gegen dermaßen haltlose Anwürfe endlich in angemessener Form verteidigen.

Ich bitte um Hinweise bzw. Mitteilung, welche Schritte sie in dieser Angelegenheit eingeleitet haben und mit welchem Erfolg bzw. mit welchen Reaktionen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Christa Mulack
Theologin, Erziehungswissenschaftlerin, Publizistin


Brief downloaden: [PDF MULACK]

Rosalie Bertell, Trägerin des Alternativen Nobelpreises, verweist bezüglich Debatte um Erdbebentechnologie auf ihr jüngstes Buch – Offener Brief an Catherine Ashton

Nachdem Prof. Claudia von Werlhof jüngst in einer öffentlichen Klarstellung erneut auf die anhaltenden Diffamierungen reagiert hat, schaltet sich nun auch Rosalie Bertell, Trägerin des Alternativen Nobelpreises, in die Debatte rund um die Existenz von Erdbebentechnologien ein und verweist auf ihr jüngstes Buch „Planet Earth – The Latest Weapon of War“. Unabhängig davon hat sich die Capodistrias-Spinelli-Europe Initiative zusammen mit der Belfort-group und dem Greek Movement against Chemical Aerial Spraying in einem offenen Brief zum Thema Haiti, HAARP und Massenvernichtungswaffen an die Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Catherine Ashton, gewandt. Die internationalen Solidaritätsbekundungen gehen unterdessen weiter.

Das Forschungsinstitut für Patriarchatskritik stellt alle Informationen als PDF-Download zur Verfügung:

1) Rosalie Bertells Buch „Planet Earth – The Latest Weapon of War“:

Review by Moyra Bremner (first published in Caduceus Magazine, issue 51, spring 2001):

Rosalie Bertell’s new book, „Planet Earth – the Latest weapon of War“, reveals the unbelievable truth in the new generation of super-weapons. Important books are rare – very rare. „Planet Earth the Latest Weapon of War“ is one such rarity. Like Rachel Carson’s Silent Spring it deserves to be read by everyone who cares a lot about their future. For it reveals that, behind carefully spin doctored names like ‚the Star Wars project‘, the military is now testing radically new weapons which so profoundly imperil the earth, and all life on it, that to deploy them in the name of security is like suggesting that becoming a suicide-bomber increases life expectancy… [kompletter Text: Full Text: Planet Earth – The Latest Weapon of War ]

2) Klarstellung von Claudia von Werlhof: „Es geht gar nicht um mich, sondern um ‚Mutter Erde'“:

Seit Mitte Februar 2010 gibt es eine Art fortgesetzte „Hexen“-Jagd österreichischer Zeitungen und Medien gegen mich. Diese Kampagne dauerte ca. 5 Wochen. Offensichtlich gibt es jemanden, eine Gruppe oder mehrere Personen und Gruppen zur gleichen Zeit, die mir einen möglichst großen Schaden als Wissenschaftlerin, akademische Lehrerin, Frau und Person zufügen wollen.

Es begann mit einem Interview in der bekannten Tageszeitung „Der Standard“ in Wien, in dem für die Ausgabe vom 13./14.2. mehrere mehr oder weniger bekannte Menschen über die ökonomische Krise interviewt worden waren, wozu auch ich eingeladen wurde. Mein Interview erschien unter dem Titel: „Kapitalismus, ein Zerstörungsprojekt“. Ich erklärte darin unseren Ansatz der „Kritischen Patriarchatstheorie“ in einigen wenigen Sätzen, denn es gab nicht viel Platz. Am Ende verwies ich auf eine internationale Debatte über Haiti und die Gerüchte, dass das Erdbeben vom Januar dort künstlich hervorgerufen gewesen sein könnte… [kompletter Text: click „read more“ or download: KLARSTELLUNG Es geht gar nicht um mich, sondern um „Mutter Erde“]

3) Auszüge aus dem offenen Brief an Catherine ASHTON, Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik:

„Your Excellency,

[…] You will doubtlessly be familiar with the allegations that the Haiti earthquake was caused deliberately. The charge has been made not only by Venezuela’s ViveTV and by Hugo Chavez, backed by other Latin American leaders, but is also in wide circulation among less well-known people. The use of „earthquake weapons“ was brought to the attention of the public in the mid-1990s by 90 deputies in the Russian state Duma, who focused their criticism in particular on the United States’ HAARP installations in Alaska.

The existence of earthquake weapons has moreover been acknowledged by US official spokespersons. At a news briefing in 1997, Secretary of Defense William Cohen said: „Others are engaging even in an eco-type of terrorism whereby they can alter climate, set off earthquakes, volcanoes remotely through the use of electromagnetic waves.“ In a book published in the 1970s, former U.S. National Security advisor Zbigniew Brzezinski looked forward to a future in which „technology will make available to the leaders of the major nations a variety of techniques for conducting secret warfare, of which only a bare minimum of the security forces need be appraised…“

If true in the case of Haiti, the earthquake warfare interpretation would help to explain the strong pressures on politicians to show humanitarian concern rather than investigate what has happened, or is happening, when such disasters occur…“ [kompletter Text: click „read more“ or download PDF Ashton]

Yours sincerely,

Capodistrias-Spinelli-Europe Initiative
Represented by Mr. Wayne Hall
Porinou 8.
GR – 117 42 Athens, Greece

Belfort-group
Represented by Mr. Peter Vereecke
Hooiwege 20
BE – 9940 Evergem, Belgium

Greek Movement against Chemical Aerial Spraying
Represented by Ms. Aliki Stefanou
61 Esfigmenitou St.
Volos, Greece


Alle PDF-Dateien zusammengefasst:

[KLARSTELLUNG WERLHOF]
[BOOK R. BERTELL]
[OPEN LETTER ASHTON]
[CARTA COLECTIVA]
[WERLHOF SOLIDARITY]
[BRIEF TAGUNGSTEILNEHMERiNNEN]
[BRIEF M. MIES]
[BRIEF ALMA MATER]

Unterstützungserklärungen aus den USA und Mexiko – „Causa Werlhof“ sorgt weltweit für Ruf nach freier und kritischer Wissenschaft

In spontanen Unterstützungserklärungen haben sich WissenschaftlerInnen aus der ganzen Welt hinter Prof. Claudia von Werlhof gestellt, die seit mehreren Wochen Opfer einer medialen Kampagne gegen ihre persönliche und wissenschaftliche Integrität geworden ist. Unter den UnterzeichnerInnen der unterschiedlichen Erklärungen, die ein freies, kritisches und unabhängiges Wissenschaftsverständnis einfordern, befinden sich u. a. Immanuel Wallerstein, Silvia Federici, Michel Chossudovsky und Gustavo Esteva.

Das Forschungsinstitut für Patriarchatskritik stellt die offenen Briefe als PDF-Download zur Verfügung:

1) CARTA COLECTIVA, Universidad de la Tierra en Oaxaca, A. C.:

We have known for a long time the academic work of Claudia von Werlhof, professor in the Institute of Political Science in your university. Some of us have had the honor and the pleasure of knowing her personally. We had recognized in her a solid scholar, a brilliant public intellectual and a radical, innovative thinker. This has been explicitly recognized by some of the most important thinkers of the XX century, like Ivan Illich, who mentioned his conversations with Claudia as a source of inspiration for his research on gender. Claudia’s ideas are discussed today all around the world, in the most diverse settings. Her brilliant and rigorous studies on Latin American campesinos are still a landmark in peasant studies. Claudia’s contributions to our theoretical and historical knowledge in many areas have been explicitly recognized for a long time. Google reports almost a 100 000 quotes/citations…

The current campaign against Claudia, disqualifying her informed opinions and even her mental health or her capacity as a professor, are outrageous and preposterous. However, they should be taken seriously, as the expression of a current mood in certain circles of public opinion, mostly associated with neoliberalism and often conveying a kind of anti-intellectualism.

We want to explicitly side with Claudia and offer her all our support and solidarity.

Sincerely,

Gustavo Esteva, Chairman of the Board. With

Fatma Alloo, Tanzania Media Women’s Association (TANZANIA)
Manolo Callahan, University of California (UNITED STATES)
Oliver Fröhling, Universidad de la Tierra en Oaxaca (MEXICO),
Arturo Guerrero, Centro de Investigaciones y Estudios Superiores en Antropología Social (MEXICO)
Peter Horsley, Massey University (NEW ZEALAND)
Pat Lauderdale, University of Arizona (UNITED STATES)
Sylvia Marcos (MEXICO)

Michal Osterweil, University of North Carolina (UNITED STATES)
Jean Robert, Universidad de Morelos (MEXICO),
Savysaachi, Jamilia Millia Islamia (Central University) (INDIA)
Derek Shaw, University of British Columbia (CANADA)
Aseem Shrivastava, Nordic College (NORWAY)

Additional signatures: 25.3.2010:

Monty Neill, National Center for Fair & Open Testing (UNITED STATES)
Harry Cleaver, University of Texas (UNITED STATES)
Raymundo Sánchez Barraza, Universidad de la Tierra en Chiapas (MEXICO)
George Caffentzis, University of Southern Maine at Portland, Maine (UNITED STATES)
Immanuel Wallerstein, Yale University (UNITED STATES)
Genevieve Vaughan, http://www.gift-economy.com. (UNITED STATES/ITALY)
Bernedette Muthien, „Engender“, 031-555 NPO, http://www.engender.org.za Cape Town (SOUTH AFRICA)
Danica Borkovich Anderson, Forensic Psychotherapist/CEO, The Kolo: Women’s Cross Cultural Collaboration, International USA Based NGO, http://www.kolocollaboration.org
Edward M. Oberweiser
Elaine Charkowski
Corinne Kumar, World Courts of Women, (INDIA/TUNESIA)


Brief downloaden: [PDF CARTA COLECTIVA: Brief4]

2) Brief aus den USA der Professoren Caffentzis und Federici:

Dear Rektor Töchterle,

We, Profs. George Caffentzis and Silvia Federici and many other concerned people listed below, are writing to you because we are deeply disturbed by the defamatory campaign that has been waged against our esteemed colleague, Prof. Dr. Claudia von Werlhof, ostensibly generated by remarks she made in the course of a published interview with a journalist of „Der Standard“. We are especially appalled by the threats that have been made to her academic position and to her personally. We have been also concerned by the manner in which her comments have been misrepresented in the media. It is difficult for us to understand how a statement she made concerning the status of public debate could be cast as a conspiratorial theory as it has been by the press.

Sadly enough, the response which Prof. Werlhof’s interview has received verifies the central point that she made in it, which has been lost in the verbal blustering her detractors have indulged in. That is, in the growing climate of political intolerance it is increasingly difficult to bring to the public’s attention any view not aligned with the dominant accounts.

As an illustration of her point, Prof. Werlhof noted in her interview that no consideration had been given in the media to the possibility that the Haitian earthquake may have been artificially produced. Such concern is not unjustified, considering that the existence of technologies capable of triggering earthquakes has been widely acknowledged by scientists, for many years now, at least in the United States. [See for example, James Glanz’s June 24, 2009 NY Times article entitled „Deep in Bedrock, Clean Energy and Quake Fears“ on the recognition of the connection between human activities and earthquakes, „Planet Earth: The Latest Weapon of War“ by Alternative Nobel Prize winner Rosalie Bertell which deals with the possible military uses of such technologies].

Like Prof. Werlhof, we are not interested in belaboring this point. Instead, our concern is that a public intellectual of the caliber of Professor Werlhof is being smeared both in the media and in her own institute for deploring the narrowness of publicly sanctioned debate. Such an attack, especially when coming from academic authorities, is not only an act of injustice. It is also an egregious violation of the principle of academic freedom that protects scholars’ search for truth.

As the Rektor of Innsbruck University, we therefore appeal to you to defend Prof. von Werlhof’s right, as an academic and as a citizen, to bring to the public’s attention debates about hypotheses that diverge from the mainstream narrative without fear of reprisals and character assassination. Let us not forget that it is society that suffers when such a right is violated.

In pressing this demand, we also wish to remind you that Prof. von Werlhof is an internationally admired public intellectual who through her writings and lecturing has given a major contribution to feminist theory and to our understanding of the relation between women and the environment. Thus, in our eyes the reaction that has met her interview in „Der Standard“, is simply outrageous and damages the reputation of her detractors not Prof. Werlhof’s.

We look forward to your prompt action on this urgent matter concerning academic freedom.

Sincerely,

Prof. George Caffentzis, Department of Philosophy, University of Southern Maine, Portland, Maine 04104-9300,
USA (caffentz@usm.maine.edu)

Prof. Emerita Silvia Federici, Hofstra University, Hempstead, NY (Silvia. Federici@hofstra.edu)

Signatories:

Christy Amschler, M.A.; Los Angeles, CA (UNITED STATES)
Danica Borkovich Anderson, Forensic Psychotherapist/CEO, The Kolo: Women’s Cross Cultural Collaboration, International USA Based NGO, http://www.kolocollaboration.org
Chhaya Datar, Professor of Women’s Studies at Tata Institute of Social Sciences, Mumbai (INDIA)
Massimo De Angelis (University of East London, UNITED KINGDOM)
Michel Chossudovsky (Centre for Research on Globalization, CANADA)
Patrick Gun Cuninghame (Tenured Profesor, Universidad Autonoma Metropolitana, Mexico City, MEXICO)
Professor Emeritus Roxanne Dunbar-Ortiz (California State University, UNITED STATES)
Gustavo Esteva (Universidad de la Tierra de Oaxaca, MEXICO)
Nick Faraclas (University of Puerto Rico, PUERTO RICO)
Ferruccio Gambino (Department of Sociology, University of Padova, ITALY)
D’vorah J. Grenn, Ph.D. Co-Director & Core Faculty Women’s Spirituality MA Program Institute of Transpersonal Psychology, Palo Alto, California
Andrej Grubacic (San Francisco Art Institute, UNITED STATES)
Kay Keys, Ph.D., Austin, TX, UNITED STATES
Prof. David Laibman (Brooklyn College and Graduate School of the City Univesity of New York, UNITED STATES)
Linda Lancz
Dr. Les Levidow (Senior Research Fellow, Open University, UNITED KINGDOM)
Prof. Peter Linebaugh (University of Toledo, UNITED STATES)
Prof. Dr. Maria Mies, FHS Köln, GERMANY
Neill Monty, Director, Fairtest, UNITED STATES
Andrea Nicki, Department of Women’s Studies, University of British Columbia, Vancouver, BC, CANADA
Viecky Noble, Santa Cruz/California, UNITED STATES
Ph.D. Louise M. Paré, Center for Women’s Spirituality Education and
Empowerment (Ashland, OR) (UNITED STATES)
Lydia Rule, lydiarule@40aol.com (UNITED STATES)
Prof. Kathy Russell, State University of New York at Cortland, UNITED STATES
Nawal el Saadawi (writer, EGYPT)
Devi Sachetto, Department of Sociology, University of Padova, ITALY
Dr. Erella Shadmi, peace and feminist activist, Beit Berl College, ISRAEL
Prof. Annette Kuhn, Historikerin, em. Univ. Bonn mit Schwerpunkt
Frauengeschichte, Vorsitzende des Haus der FrauenGeschichte e.V. und Initiatorin der Annette-Kuhn-Stiftung, GERMANY


Brief downloaden: [PDF WERLHOF SOLIDARITY: Brief 5a]

3) Dr. Renate Klein und Dr. Susan Hawthorne (Spinifex Press) an Rektor Töchterle:

Dear Sir,

We are very disturbed to hear that unwarranted and hysterical attacks are being made against the reputation of Professor Claudia von Werlhof. Her work is regarded highly all around the world, indeed the reputation of your institution of higher learning has gained much from her work. We believe that you will damage the reputation of the University of Innsbruck should you support the attacks on the reputation of one of your finest scholars.

Yours sincerely,

Dr Renate Klein
Associate Professor in Women’s Studies (retired)
Deakin University

Dr Susan Hawthorne
Research Associate, Victoria University
Publisher and Director, Spinifex Press

Solidaritätsbekundungen für Claudia von Werlhof aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – Freie Wissenschaft gefordert

In Form von offenen Briefen an den Rektor der Universität Innsbruck, den Institutsleiter des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck und die Chefredaktion von „DerStandard“, Wien, nehmen zahlreiche WissenschaftlerInnen und Personen des öffentlichen Lebens Stellung zu der Diffamierungskampagne österreichischer Medien gegen Prof. Claudia von Werlhof. Gefordert wird die Rückkehr zu einem freien Wissenschaftsverständnis.

Unter den UnterzeichnerInnen zahlreicher Unterstützungserklärungen befinden sich u. a. Prof. Maria Mies, die TeilnehmerInnen der kürzlich veranstalteten Tagung „Wege in eine neue Zivilisation“ sowie die Frauen der Akademie ALMA MATER.

Das Forschungsinstitut für Patriarchatskritik stellt die offenen Briefe als PDF-Download zur Verfügung:

1) Brief der TagungsteilnehmerInnen „Wege in eine neue Zivilisation“:

„Sehr geehrter Herr Professor Töchterle,

Anfang März diesen Jahres waren wir von Frau Professor Claudia von Werlhof und der Projektgruppe: „Zivilisationspolitik“ am Institut für Politikwissenschaft zur Tagung: „Wege in eine neue Zivilisation“ in die Aula der Universität Innsbruck eingeladen worden, um zu referieren, mit Kolleginnen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland zu debattieren und den wissenschaftlichen Diskurs zum neuen Ansatz der „Kritischen Patriarchatstheorie“ voran zu bringen.
Uns allen wurde klar, wie wichtig und umfassend dieser neue Ansatz mit seinen interdisziplinären Erklärungsmöglichkeiten der gegenwärtigen weltumspannenden Krise und ihrer Ursachen ist, gerade auch, um mögliche Wege in notwendige Alternativen formulieren und beschreiten zu können…“ [kompletter Text: click „read more“,  download .pdf: Brief 1]

Gezeichnet am 29. März 2010
(die ErstunterzeichnerInnen, weitere folgen)

Uschi Madeisky, Filmproduzentin, Frankfurt am Main
Dr. phil. Kurt Derungs, Direktor der Akademie der Landschaft, Schweiz
Prof. Dr. Veronika Bennholdt-Thomsen
Dr. Christa Mulack, Religionsphilosophin, Autorin, Hamburg
Dr. Heide Göttner-Abendroth, Moderne Matriarchatsforschung,
Akademie HAGIA
Prof. Isabelle Derungs, Hochschule Luzern
Dagmar Margostsdotter-Fricke, Autorin, Dozentin, Wedel
Prof. Dr. emeritus Maria Mies, Köln
Prof. em. Dr. Bernd Senf
Prof. Dr. Renate Genth
Dipl.Ing.in Elisabeth Loibl, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Bundesanstalt für Bergbauernfragen, Wien
Dipl.-Ing. Univ. Lekt. Andrea Heistinger, Freie Agrarwissenschaftlerin, Autorin und Beraterin
Prof. Dr. Arno Gruen (Zürich, Schweiz)
Ursula Beiler, Bildhauerin, Silz/Tirol, Österreich
Konstantin Wecker, Künstler und Musiker, München
Eberhard Petschinka, Maler und Schriftsteller, Wien
Dr. Hannes Hofbauer, Verleger, Wien

2) Brief von Prof. Maria Mies an Rektor Töchterle:

„Sehr geehrter Herr Prof. Töchterle,

ich habe mit Bestürzung erfahren, welche Hetzkampagne seit geraumer Zeit gegen Frau Professorin Dr. Claudia von Werlhof an Ihrer Universität und in der Presse stattfindet.

Als Grund für die Vorwürfe wird ein Interview im STANDARD, der wichtigsten Tageszeitung in Österreich genannt. Dort soll Frau von Werlhof gesagt haben, das Erdbeben in Haiti könne u. U. künstlich hervorgerufen worden sein.
Tatsächlich finden diverse Unterwasserversuche in dieser Region statt, die das Pentagon schon seit geraumer Zeit dort durchführt…“ [kompletter Text: click „read more“, download .pdf: Brief2]

Mit kollegialen Grüßen,

Prof. Dr. Maria Mies

3) Brief der Akademie ALMA MATER (Deutschland):

„Sehr geehrter Herr Professor Töchterle,

seit einiger Zeit hören wir von einer Hetzkampagne gegen Frau Professor Claudia von Werlhof aufgrund eines Interviews, das sie als private Person der Zeitschrift „Der Standard“, Wien, gab.

Mit Verwunderung, Schrecken und großer Irritation nehmen wir nun das Ausmaß dieser Diffamierungskampagne zur Kenntnis, das den Straftatbestand des Rufmordes, der Verleumdung und der Gefährdung der persönlichen Sicherheit beinhaltet…“ [kompletter Text: click „read more“, download PDF: Brief3]

gez.
Siegrun I. Laurent
Akademieleitung

4) UnterstützerInnenliste von Karina Starosczyk in Zusammenarbeit mit Alma Mater und Uschi Madeisky

Dr. Barbara Lee-Paul, Perchtoldsdorf
Chira Voss, Heilpraktikerin, Qualifizierte Homöopathin des BKHD, Essen
Dipl.- Sozialpädagogin Gertrudis Krieger, Ravensburg
Dipl.-Soz.-Wis. Karina Starosczyk, Leiterin des Kreises der Familie und Mutter
Dipl.-Ing. Univ. Lekt. Andrea Heistinger, Freie Agrarwissenschaftlerin, Autorin und Beraterin
Dr. Susan Hawthorne, Research Associate, Victoria University
Publisher and Director, Spinifex Press
Dipl.-Päd. Maria Honsig, Religionslehrerin und ehrenamtl.
Bewährungshelferin, St. Martin
Dr. Renate Klein, Associate Professor in Women’s Studies (retired)
Deakin University
Dipl.-Ing. Dr. Michael Machatschek, Landschaftsökologe, Forscher,
Fachbuchautor, ehem. Bauer
Gudrun Nositschka, Schriftstellerin
Dipl.-Filmemacherin Daniela Parr, Filmproduzentin, Stuttgart
Mag. Elisabeth Putz, Autorin, Regisseurin
Jochen Schilk, Journalist, Redaktor bei der Zeitschrift Oya
Dr. Irene Miriam Tazi-Preve, Österreichisches Institut für
Familienforschung (ÖIF) – Universität Wien,
Forschungskoordinatorin und Universitätslektorin
Mag. Elisabeth Veverka, freiberufl. Übersetzerin, Perchtoldsdorf

Stellungnahme der Projektgruppe „Zivilisationspolitik“ gegen die Diffamierung der „Kritischen Patriarchatstheorie“

Die Projektgruppe „Zivilisationpolitik“ der Universität Innsbruck (Forschungsplattform „Politik – Religion – Kunst“) nimmt gemeinsam mit ehemaligen Studierenden öffentlich Stellung gegen die Diffamierung der „Kritischen Patriarchatstheorie“ anlässlich des Standard-Interviews von Prof. Claudia von Werlhof vom 13./14.2.2010 und fordert eine freie, unabhängige und kritische Wissenschaft.

Aus der bei der Pressekonferenz vom 5. März 2010 (Wagner’sche Buchhandlung, Innsbruck) verlesenen Stellungnahme:

„Wir, die Mitglieder und Freunde der Projektgruppe „Zivilisationspolitik“ am Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck,

stellen uns entschieden gegen die Diffamierung der von Prof. Claudia von Werlhof begründeten „Kritischen Patriarchatstheorie“, an deren Weiterbestehen und Weiterentwicklung wir alle beteiligt sind. Dieses neuartige wissenschaftliche Paradigma stellt geradezu die wesentliche Grundlage unserer eigenen wissenschaftlichen Arbeiten dar.

Wir stehen daher für eine freie, unabhängige und kritische Wissenschaft, so wie sie Frau Prof. von Werlhof seit 21 Jahren hier in Innsbruck praktiziert. Als AbsolventInnen und Studierende am Institut für Politikwissenschaft bzw. MitarbeiterInnen der Projektgruppe „Zivilisationspolitik“ fordern wir ein solches Wissenschaftsverständnis auch von den anderen Lehrenden an diesem Institut und den weiteren universitären Forschungseinrichtungen ein.

Innsbruck, am 5. März 2010,

Dr. Sibylle Auer
MMag. Mathias Behmann
Mag. Theresa Frick
PD Dr. Renate Genth
MMag. Martin Haselwanter
DI Simone König
Mag. Ursula Scheiber
Mag. Birgit Scherer
Mag. Sebastian Sojer M.A.
Mag. Matthias Walch
Mag. Simone Wörer

Mag. Karin Heinisch
Mag. Hildegard Reinerth
Mag. Barbara Thaler“

Zusätzliche Unterschriften:

Ursula Beiler/Künstlerin
Dr. Irene Miriam Tazi-Preve
(Austrian Institute for Family Studies – University of Vienna)

pdf. Downloaden: Statement_Projektgruppe

Offener Brief an Herrn K.
[bei Ingeburg Peters]
[bei Indymedia]