Schlagwort-Archive: Matriarchat

BUMERANG – Ausgabe #3 – Patriarchat als Technik – ist da!

Die Ausgabe #3 des BUMERANG, unserer Zeitschrift für Patriarchatskritik, ist online und sie ist eine Wucht!
Sie trägt den Titel „Patriarchat als Technik“ und umfasst Artikel in den Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch und Italienisch.

Aus dem Leitartikel von Claudia von Werlhof:
Der besondere Schachzug in fast allen Debatten über die moderne Gesellschaft, insbesondere
aber ihre „Technik“, besteht darin, deren Entstehung und Entwicklung sowie ihre Zukunft als
quasi „natürliche“ und vor allem „neutrale“, also nicht ideologisch bestimmte, sondern als für „die Menschheit“ und die moderne Zivilisation im Prinzip nützliche, positive und zu begrüßende, ja einzig mögliche vorauszusetzen.
Diese im Voraus stattfindende „Setzung“ (Ernst1993) wird so gut wie nie als eine solche benannt oder gar hinterfragt. Sie wird gar nicht bemerkt, sondern generell „geteilt“. Das Denken der modernen Technik – und Gesellschaft – als grundsätzlich „gute“ ist damit quasi außer Streit gestellt, als ob darüber nicht (mehr) zu reden oder etwas daran zu ändern wäre.

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Warum die KPT „Kritische Patriarchats-Theorie“ heißt, und es dazu keine Alternative gibt.

Der Anlass, erneut eine Debatte über unsere Begriffe zu führen:
Es sei “die Wortwahl Patriarchatskritik, obwohl zutreffend, anfällig für Missverständnisse, weil sie aufgrund der umgangssprachlichen Benutzung der Begriffe ´Patriarchat´ und ´Kritik´ zu der Annahme führen kann, es gehe um Ausgrenzung und Verurteilung des Männlichen, wo es um die Wiederherstellung einer natürlichen Ausgewogenheit und Heilung der derzeitigen Verirrung geht.“

Diese Bemerkung kam jüngst von Dipl. Biol. Dagmar Neubronner, die den äußerst unterstützenswerten „Neufeld-Ansatz“ (nach Prof. Dr. Gordon Neufeld) des Zusammenlebens von Müttern, Vätern und Kindern vertritt. Sie hat nun, wie schon andere vor ihr, die Probleme mit unserer Begrifflichkeit benannt, nachdem wir uns kürzlich kennen und schätzen gelernt haben.

Sie hat Recht. Das wissen wir immer schon. Aber es hilft uns nicht.
Es gibt keine Alternative zum Begriff der „Kritik“ und schon gar nicht zu dem des „Patriarchats“ – so, wie wir es verstehen – und übrigens auch nicht zu dem des „Matriarchats“ – so, wie wir es verstehen, und das ebenso dazu gehört, obwohl es ebenso falsch verstanden wird.

Hier geht’s zum Aufsatz (.pdf):
Im Unbewussten des Patriarchats sein heißt handeln, ALS OB alles Lebendige gehasst würde! Oder: Warum die KPT „Kritische Patriarchats-Theorie“ heißt, und es dazu keine Alternative gibt.

BUMERANG – Ausgabe #2 – Natur im Patriarchat – ist online!

Die Ausgabe #2 des BUMERANG, unserer Zeitschrift für Patriarchatskritik, ist online.
Sie trägt den Titel „Natur im Patriarchat“.

Aus dem Editorial:
Natur im Patriarchat! Was kann es Größeres, Wichtigeres und gleichzeitig Schmerzlicheres geben? Es ist das zentrale und grundlegende Thema der Kritischen Patriarchatstheorie. Von hier aus kommt man und frau überall hin. Und ist nicht in den letzten Jahrzehnten das Ausmaß und Tempo der globalen Naturzerstörung auf allen Ebenen und in allen Dimensionen immer umfangreicher und offensichtlicher geworden? Ist seitdem nicht immer klarer geworden, dass die moderne Gesellschaft inzwischen durch die sog. „Globalisierung“ sogar die globalen Lebensbedingungen, ja die Elemente – neuerdings auch Luft und Licht – selbst angreift, ja den Planeten als Ganzen im Kleinen wie im Großen?…

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Claudia von Werlhof – ¡Madre Tierra o Muerte! Reflexiones para una Teoría Crítica del Patriarcado

Werlhof - Madre tierra o muerteClaudia von Werlhof präsentiert ihr neues Buch ¡Madre Tierra o Muerte! Reflexiones para una Teoría Crítica del Patriarcado (erschienen in Edición El Rebozo 2015) in Oaxaca, Mexiko.

Cooperativa El Rebozo:
Homepage
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Hier finden sie ein Interview (.pdf) mit Claudia von Werlhof über ihr neues Buch „¡Madre Tierra o Muerte!“ und einen Vortrag zum Thema „El patriarcado como civilización de odio a la vida, raíz del capitalismo“ an der Universidad Autónoma del Estado de Morelos in Mexiko:

Hier der Vortrag von Claudia von Werlhof an der Universidad Autónoma del Estado de Morelos mit dem Titel: La sociedad postpatriarcal. Retos y posibilidades:

BUMERANG – Ausgabe #1 – Mutterschaft im Patriarchat – ist online!

Die Ausgabe #1 des BUMERANG, unserer Zeitschrift für Patriarchatskritik, ist online.
Sie trägt den Titel „Mutterschaft im Patriarchat“.

Aus dem Editorial:
Warum beginnen wir im ersten Heft von Bumerang mit der Mutterschaft? Wir tun das,
weil wir behaupten, dass es das Ziel patriarchaler Bestrebungen seit Anbeginn ist, die
Mutter zuerst symbolisch und dann auch materiell abzuschaffen und durch das
„Artifizielle“ neu zu kreieren und zu ersetzen. Und wir wollen zeigen, dass dies keine
prozesshafte Transformation ist, sondern im Gegenteil eine gewaltsame, und dass am
Anfang der behaupteten patriarchalen Neuerschaffung Mord, Totschlag und
Vergewaltigung stehen.

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Intensiv-Seminar auf La Palma: Für den Weg in eine lebenszentrierte Zivilisation

Intensiv-Seminar auf La Palma mit Claudia von Werlhof und Autarca. 19.-29. März 2016

Für den Weg in eine lebenszentrierte Zivilisation
Permakultur im Alltag für Stadt und Land als geistig-spirituelle und materielle Grundlage
auf dem Weg in eine postkapitalistische und postpatriarchale Alternative

Programm:

  • Theoretische Grundlagen zur Patriarchatskritik, Modernen Matriarchatsforschung, Geld- und Ökonomiekritik, Wiederaufbau einer matriarchalen Subsistenzwirtschaft (v. Werlhof)
  • Permakultur und Natur-, Geschlechter-, Generationen-, Transzendenzverhaeltnis: Erdspiritualität in Theorie und Praxis. Permakultur und das Politische Verhaeltnis als interne Organsationsform sowie von dieser zur umgebenden Gesellschaft. (v. Werlhof/Autarca)
  • Integrale Umweltheilung, Atmosphaerenbelebung, Himmelsakupunktur, Lebendiges Wasser ist Leben, Schaffung von hochbiodiversen essbaren Landschaften: Die Waldkultur als Zukunftsvision,
    TerraPreta, Humusaufbau, Integration und Fülle für alle Lebenwesen, Schaffung von Rettungsboten: Permakultur in Theorie und Praxis für den Alltag in Stadt und Land (Autarca).
  • Visionssuche für Mutter Erde mit Aufstellungen nach Claudia von Werlhof.

Kosten, max. 8 Teilnehmende:

  • Intensivkurs: 60.-Euro täglich, Dauer, 10 Tage, intensiv
  • Vollpension: 35.-Euro täglich für vegetar./veganes Schlemmeressen & Logis im solaren Earthship Autarca.

Total 950.- Euro

Anmeldungen:

“Autarca-Matricultura Tinizara, Zentrum für ökologische Lebensentfaltung“

Barbara und Erich Graf, Cam. La Ermita, 26, E-38780 Tijarafe,

Tel. 0034 922 49 02 15, mail: autarca@matricultura.org

Prof. Dr. Claudia von Werlhof bei Quer-Denken.TV – Caliban und die Hexe

Caliban und die Hexe – zur „Alchemie“ der Moderne.
Patriarchatskritik der kapitalistischen Gesellschaft

Prof. Dr. Claudia von Werlhof im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt. Wir leben heute (beginnend vor mehreren Jahrtausenden) in einer weitgehend patriarchal organisierten Welt oder Zivilisation, relativ unabhängig von Nationalitäten, Kulturen und Religionen. Die moderne Form dieses Patriarchats ist das „kapitalistische Patriarchat“. Es knüpft an die schon im Altertum formulierte „alchemistische“ Utopie an, durch eine technische Transformation, ja Überwindung und Ersetzung der Natur und Menschen, insbesondere der Frauen als Mütter, zu einer nur von Männern geschaffenen Zivilisation des „pater arché“, am Anfang des Lebens bzw. der Materie jeweils ein Herr bzw. „Vater“, zu gelangen.

Alternative dazu wäre eine matriarchale zivilisatorische Regelung, die nichts mit einer „Frauenherrschaft“ zu tun hat, sondern an der Kooperation und nicht Beherrschung oder gar Eliminierung bzw. Ersetzung von Natur und Müttern, also an dem „mater arché“ orientiert ist, wie es das Erdenleben kennzeichnet.

Obwohl die matriarchale Zivilisation die ältere und ursprüngliche ist, hat sie sich gegen die gewalttätige, kriegerische Patriarchalisierung der Kontinente bis auf einige noch immer lebende Matriarchate nicht halten können. Sie beruht auf Herrschaftsfreiheit, Gemeinsinn, Gerechtigkeit, Gewaltfreiheit, Respekt und Achtung vor dem Leben. Demgegenüber steht die patriarchale Zivilisation, die genau umgekehrt geregelt ist, eben weil sie die irdischen, quasi „mütterlichen“, Bedingungen nicht akzeptiert und ihnen ihr alchemistisches Umwandlungsverfahren auf allen Ebenen und in allen Bereichen entgegensetzt. Dies führt zu einer buchstäblichen Verkehrung der Welt, die gerade in der Neuzeit und Moderne mithilfe moderner Maschinentechnik erst wirklich Gestalt angenommen hat. Ja, die Maschine ist sozusagen die Inkarnation des Naturersatzes, was aber wegen des historischen Scheiterns alchemistischer Verfahren nicht zugegeben wird.

Diesen Fragen geht Prof. Dr. Claudia von Werlhof (emeritierte Professorin für Politikwissenschaft und Frauenforschung am Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck) als einer der Mitbegründerinnen der Frauenbewegung auf den Grund. Sie zieht dafür die Linie von den Anfängen der Frauenforschung über das Buch „Caliban und die Hexe“ und die Auseinandersetzung mit dem Marxismus bis zur sog. Kritischen Patriarchatstheorie heute nach. 2007 gründete sie dazu den Verein FIPAZ (Forschungsinstitut für Patriarchatskritik und alternative Zivilisationen).

Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die moderne Zivilisation im Zusammenhang mit dem Patriarchat vom Nanobereich bis hin zum Planeten Erde so zerstörerisch geworden ist, dass sie aufgegeben und re-matriarchalisiert werden sollte. Die kapitalistische Gesellschaft ist dabei der historische „Höhepunkt“ der patriarchalen Zivilisation. Dies sei der Grund für die Zivilisations- und Kapitalismuskrise der Moderne.

Homepage: Quer-Denken.TV


Die Buchrezension von Prof. Dr. Claudia von Werlhof zu Silvia Federici’s
Caliban und die Hexe – Frauen, der Körper und die ursprüngliche Akkumulation ist
Grundlage für das Quer-Denken.tv Interview „Caliban und die Hexe – zur Alchemie der Moderne. Patriarchatskritik der kapitalistischen Gesellschaft“, und hier komplett als .pdf verfügbar.

>>>Buchrezension „Caliban und die Hexe“ als .pdf<<<