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Claudia von Werlhof – 100 Jahre (nach) Rosa Luxemburg

Claudia von Werlhof – 100 Jahre (nach) Rosa Luxemburg.
Die „fortgesetzte“ ursprüngliche Akkumulation und die Reproduktionskrise des Kapitals heute.

>>>Der Aufsatz in deutscher Sprache als .pdf<<<, erschienen auf www.theoriekritik.ch

 

Claudia von Werlhof – Cento anni dopo Rosa Luxemburg.
Il processo di accumulazione originaria “continuata” e la crisi della riproduzione del capitale oggi.

>>>Der Aufsatz auf italienischer Sprache als .pdf<<<, erschienen auf  www.unive.it

 

Aus dem Inhalt:
Es war 1976, als ich mithilfe Rosa Luxemburgs meine erste eigene theoretische Entdeckung machte. Sie sollte weitreichende Folgen haben. Es handelt sich um den neuen Begriff der „fortgesetzten ursprünglichen Akkumulation“…

Abstract:
Rosa Luxemburg has, 100 years ago, been the first to try to understand the reproduction of capital in a wider persepctive and on a broader basis than Marx, including the colonies into her analysis. She found a sort of continuation of the process of primitive accumulation regarding the ways of how the peasants and the agrarian sector were then integrated into capitalist exploitation. She did not yet, nevertheless, draw the logical conclusions out of her observations. This was done, two generations later, by the feminists of the „Bielefeld approach“, by defining the concept of an „ongoing primitive accumulation“ and relating it to the woman´s question as well, comparing peasants and modern housewives under this persepctive. From there they used the concept for a completely new explanation of the reproduction of capital and its accumulation on a world scale, referring to the relations of production outside of proletarian wage labour, the relationship with nature, the development of the productive forces, and patriarchy, including its new definition by the recent „Critial theory of patriarchy“ from Innsbruck University. This way they are able to explain the „anomalies“ of the capitalist „development of underdevelopment“ and its present global crisis due to the planned overall destruction of nature in the name of an alleged „better world“ of capitalist patriarchy.

Prof. Dr. Claudia von Werlhof über das Bilderberger-Treffen in Tirol 2015

Hier der aktuelle Kommentar „Bergbilder und Bilderberger“ von Prof. Dr. Claudia von Werlhof
über das Anfang Juni 2015 in Tirol (im Hotel Interalpen in Buchen bei Telfs)
stattfindende Bilderberger-Treffen.

„Eine Gesellschaft, die geheim und polizeilich weiträumig gesichert tagen darf und das mit Politikern, Wissenschaftlern und „handverlesenen“ Medienleuten aus aller Welt, ist der Beweis dafür, dass wir nicht in einer Demokratie leben….“

Hier der komplette Text als .pdf download:
Claudia von Werlhof – Bergbilder und Bilderberger

„Die Wahrnehmung von Frauen in westlichen und muslimischen Gesellschaften“ – Vortrag von C. Werlhof zur gleichnamigen Vernissage in München

Im Westen werden Frauen nicht in 1. Linie unter dem Aspekt ihres potentiellen oder aktuellen Mutter-Seins betrachtet. Sie werden in der Öffentlichkeit auch nicht unbedingt als Mitglied einer Familie wahrgenommen, als eine Person, die unter männlichem oder allgemein sozialem Schutz und/oder ebensolcher Kontrolle steht. Sondern die Frauen hier erscheinen im Prinzip als freie, frei-gesetzte Individuen und mögliche Objekte der Begierde, sei es als Arbeitskraft, sei es als Sexualwesen. Oder aber sie erscheinen als geschlechtsfernes Neutrum, das noch als Arbeitskraft Verwendung finden mag.

Dies ist in muslimischen Ländern durchaus nicht, oder noch nicht der Fall. Dort werden Frauen vor allem als potentielle Mütter gesehen, die immer in einen familiären Zusammenhang gehören, der dauerhaft für Schutz nach außen und gerade auch eine Kontrolle durch die männlichen Mitglieder sorgt, -daneben natürlich auch als Sexualwesen und Arbeitskraft. Nie jedoch als nur dies oder gar als Geschlechts-Neutrum.

Link zum Text: [KURZVORTRAG MÜNCHEN]

Deutsche Fassung des Artikels über die Kritische Patriarchatstheorie in CNS Capitalism Nature Socialism jetzt zum downloaden

2013 erscheint die englische Version dieser Fassung in CNS Capitalism Nature Socialism. Die deutsche Version unter dem Titel „Zerstörung durch ‚Schöpfung‘ – die ‚Kritische Patriarchatstheorie‘ und das Scheitern der modernen Zivilisation“ wurde bislang nicht veröffentlicht:

Deutsche Version lesen:

Claudia von Werlhof: Zerstörung durch ‚Schöpfung‘ – die ‚Kritische Patriarchatstheorie‘ und das Scheitern der modernen Zivilisation“

Claudia von Werlhofs Abschiedsrede anlässlich ihrer Emeritierung am 27.6.2011, Universität Innsbruck

„Wenn es nur nach mir gegangen wäre, so wäre ich sang- und klanglos von diesem Ort gegangen, an dem ich 23 Jahre lang tätig war. Denn ich bin nirgendwo und nie in meinem Leben, geschweige denn 23 Jahre lang, mit so viel kontinuierlichen und durch nichts zu verändernden Feindseligkeiten, Unterstellungen, Übergriffen, Diffamierungen, Misstrauensbekundungen und Projektionen überhäuft worden wie hier am IPW, und zwar von Anfang bis Ende. Dem steht nur abmildernd gegenüber, außer, dass der eine oder andere mich als Mensch vielleicht trotzdem irgendwie ganz gut leiden konnte…

Komplette Abschiedsrede lesen: [Abschiedsrede Werlhof]

Claudia von Werlhofs Analyse der nuklearen Katastrophe von Fukushima

Im aktuellen WIDERSPRUCH analysiert Claudia von Werlhof unter dem Titel:

„ICH BIN DER TOD GEWORDEN, DER ZERSTÖRER DER WELTEN!“
Zum schwarzmagischen und nihilistisch-totalitären Charakter der Militär-Alchemie von atomaren und post-atomaren Katastrophen-Technologien heute und der Fall Fukushima

die atomare Katastrophe von Japan.

Aus dem Artikel: „In der seit dem 10./11. März 2011 havarierten Atomreaktor-Anlage von Fukushima im Nordosten der japanischen Hauptinsel Honshu sind im Gegensatz zu Tschernobyl in der Ukraine am 26.4.1986 mindestens vier Reaktoren betroffen, nicht nur einer. Außerdem sind ein Plutoniumreaktor (Nr. 3) und ein gemischt Uran-Plutonium Reaktor (Nr. 4) dabei. Plutonium ist zwei Millionen Mal gefährlicher als angereichertes Uran und ist damit das allergefährlichste Produkt des Atomzeitalters überhaupt. Reaktor 3 ging gleich nach Reaktor 2 durch eine Wasserstoffexplosion mitsamt dem Kern und 600.000 Brennstäben hoch (Perlingieri, S. 5). Dadurch ist Plutonium nicht nur im Umkreis des Reaktors gefunden worden, sondern bereits in aller Welt. Die Anzahl der Brennstäbe, die innerhalb oder außerhalb der Reaktorkerne betroffen sind, beträgt schätzungsweise das Hundertfache von Tschernobyl…“

Kompletten Artikel lesen: [WERLHOF on FUKUSHIMA JAPAN]