Archiv des Autors: claudiavonwerlhof

„Das Ende des Patriarchats“ – Claudia von Werlhof im Interview (www.nexworld.tv)


Nach wie vor scheint der Mensch in seinen archaischen Gesellschaftsstrukturen verankert zu sein; die männlichen Führungskräfte sind die Stammeshäuptlinge unserer Zeit. Für Frau Prof. Dr. Claudia von Werlhof, bekannte Frauenrechtlerin an der Universität Innsbruck, ist dies der Grund für die aggressive, leistungsorientierte und unsoziale Ausprägung unserer Gesellschaft.

Der Mann ist die bestimmende Kraft im Gesellschaftssystem, die Frau spielt eher eine untergeordnete Rolle, garantiert aber durch ihre kommunikative und sanfte Natur den familiären Zusammenhalt. Daher fordern Soziologen vermehrt die Einbindung von Frauen in politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entscheidungen. Dies soll zu einer grundsätzlich sozialeren Gesellschaft, vielleicht sogar einer besseren Welt führen.

Das soll nicht bedeuten, dass wir Frauen in Hosenanzügen züchten sollen. Für Frau Werlhof ist eins klar: die Frauen sollten sich wahrhaftig emanzipieren und nicht einem männlichen Ideal entsprechen. Nun stellt sich die Frage, ob die Emanzipation in Wirklichkeit kontraproduktiv war und die angeblich bewusste Frau zu einem Mann mit weiblichen Attributen wurde?

Homepage: www.nexworld.tv

Bericht zur experimentellen Tagung „Das Patriarchat und ich – der unerkannte Kern der Krise“: Die Tagung hat stattgefunden, das Experiment nicht – es wurde verhindert, und zwar u.a. durch „Mortifikation“

Welch´ eine Bestätigung der Kritischen Patriarchats Theorie, KPT – aber im Negativen: Sie stimmt auch dann, wenn es um sog. Alternativen geht…!

Die Tagung, die wir über 1 Jahr lang vorbereitet hatten, ist gründlich schiefgegangen. Es erwies sich, dass die erst 3, dann 2 Mitwirkenden im Vorbereitungsteam offenbar andere, mir nicht mitgeteilte Interessen verfolgten. So wurde u.a. die HOLON-Gruppe, die nicht von mir betreut wurde, gar nicht wirklich über die Tagung und ihre Inhalte informiert, bzw. hat sich nicht informiert, und kam praktisch unvorbereitet an. Im Nachhinein kommt mir das so vor, als sollte ich den Kopf hinhalten für ein nicht erklärtes Experiment hinter meinem Rücken, nämlich das, ob die Männer dieser Gruppe – vor allem Gurus von HOLON und anderen Bewegungen – sich überhaupt auf das Thema einlassen würden. Daran hätte man dann sehen können, ob man mit den neuen Begriffen in den Bewegungen überhaupt etwas würde machen können oder eben nicht. Ziel war offenbar, den Patriarchats- und Matriarchats-Begriff nicht im Zusammenhang mit dem neuen Ansatz der KPT, sondern jenseits davon als „Salz in der Suppe“ der schon bestehenden Bewegungen als Neuerung einzuführen, sozusagen „mortifiziert“ auf Matriarchat „light“ und Patriarchat „light“, und dabei je einzeln-unverbunden und ohne inneren/größeren Zusammenhang. […]

Texte zum downloaden:

Bericht zur Tagung: [BERICHT]

Begründung der Tagung: [BEGRÜNDUNG]

Vorlesung I: Patriarchat: [PATRIARCHAT]

Vorlesung II: Matriarchat: [MATRIARCHAT]

Festschrift zum 70. Geburtstag von Claudia von Werlhof erschienen

Anlässlich des 70. Geburtstags von Prof. Claudia von Werlhof wurde am 17. Mai feierlich die Festschrift mit dem Titel „Verantwortung – Anteilnahme – Dissidenz. Patriarchatskritik als Verteidigung des Lebendigen“ überreicht.

Die Festschrift enthält deutsch- und englischsprachige Beiträge von langjährigen FreundInnen, WeggefährtInnen, Geistesverwandten aber auch KritikerInnen der Jubilarin. Sie verdeutlichen, aus welchem internationalen Umfeld und Kontext heraus Claudia von Werlhof die «Kritische Patriarchatstheorie» begründet und weiterentwickelt hat. Die enthaltenen Artikel lassen sich in einem breiten Spannungsfeld zwischen Weltsystemanalyse, Subsistenzperspektive, Technik- und Wissenschaftskritik, Patriarchatskritik sowie Matriarchatsforschung einordnen und zeigen die unterschiedlichen Herangehensweisen an die Analyse der gegenwärtigen Zivilisationskrise auf. Gleichzeitig bleiben sie der dringlichen Frage geschuldet, wie Verantwortung, Anteilnahme und Dissidenz als Wegweiser in eine lebensfreundliche Alternative verinnerlicht und gelebt werden können.

Aus dem Inhalt:
Renate Genth: Laudation für Claudia – Gustavo Esteva: Nuestra Claudia – Our Claudia – Mariam Irene Tazi-Preve: Vom «Widerständig-denken-Lernen» bei meiner Doktormutter Claudia von Werlhof zur patriarchatskritischen Familientheorie – Ursula Scheiber: Die Berge und das Leben. Ein persönlicher Rückblick an den Anfang – Immanuel Wallerstein: World-System Analysis and Critical Theory of Patriarchy – Barbara Alice Mann: The Raid – Veronika Bennholdt-Thomsen: Von Frauenforschung und Frauenstudien zu Gender Studies – Jörg Becker: Der Missbrauch von Frauen in der Kriegsbildberichterstattung – Andreas Exenberger: Als ein Industrietycoon den Dschungel besiegen wollte und der Dschungel etwas dagegen hatte – Vandana Shiva: The Master’s New Mask: The Green Economy – Silvia Federici: Feminism and the Politics of the Commons – Maria Mies: No Commons without a Community – Farida Akhter: Resisting Capitalist Patriarchy: The Nayakrishi Way – Christa Müller: Wenn die Bauern wiederkommen – revisited – Renate Genth: Vom alten Naturverhältnis zur modernen Naturwissenschaft – Mortifikation als systemische Methode – Simone Wörer: Homo transformator und die Krise der Weiter-Gabe – Elisabeth List: Was heißt «Leben»? Biopolitik, Biotechnologie und die Frage nach dem Lebendigen – Mathias Behmann: Natur und Leiblichkeit bei Heidegger und Descartes – Patriarchatskritische Überlegungen zu einer Rehabilitation «vorkritischer» Metaphysik – Werner W. Ernst: «Negativität», «Trennung» und «vorlaufender Zusammenhang» – Heide Göttner-Abendroth: Die philosophischen Grundlagen der Modernen Matriarchatsforschung – Kurt Derungs: Kontinuität, Diskontinuität und animistische Naturphilosophie – Genevieve Vaughan: Shifting the Paradigm to a Maternal Gift Economy.

Bestellen: PETER LANG VERLAG

Deutsche Fassung des Artikels über die Kritische Patriarchatstheorie in CNS Capitalism Nature Socialism jetzt zum downloaden

2013 erscheint die englische Version dieser Fassung in CNS Capitalism Nature Socialism. Die deutsche Version unter dem Titel „Zerstörung durch ‚Schöpfung‘ – die ‚Kritische Patriarchatstheorie‘ und das Scheitern der modernen Zivilisation“ wurde bislang nicht veröffentlicht:

Deutsche Version lesen:

Claudia von Werlhof: Zerstörung durch ‚Schöpfung‘ – die ‚Kritische Patriarchatstheorie‘ und das Scheitern der modernen Zivilisation“

Buchpräsentation „Die Verkehrung“ am 24. Mai 2012, 19 Uhr, Wagner’sche Buchhandlung, Innsbruck

Buchpräsentation
mit Prof.in Claudia von Werlhof.

„Die Verkehrung“

Donnerstag, 24.Mai,19 Uhr

mit dem Promedia Verlag, Wien,
und VertreterInnen der „Planetaren Bewegung für Mutter Erde“ sowie des „Forschungsinstituts für Patriarchatskritik und alternative Zivilisation, FIPAZ, Innsbruck“

Wagnersche/Thalia
Buchhandlung, Eintritt frei!

Beschreibung: Die Gesellschaft, in der wir heute leben, ist als modernes Patriarchat organisiert. Eine weitgehende Verkehrung aller Verhältnisse bestimmt das Leben in Natur und Gesellschaft. Nicht das irdisch Lebendige, das Geborene und seine Entfaltung und Erhaltung stehen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, sondern dessen Zerstörung, Transformation und Verkehrung in ein künstlich Gemachtes, ein Ersatz-„Leben“. Wissenschaft und Politik ignorieren bzw. tabuisieren Debatten über Mütter, den Leib, Frauen und Natur. Aus der Kritik daran entwickelt Claudia von Werlhof die vorliegende „Kritische Patriarchatstheorie“

PROMEDIA

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Buchpräsentation von Rosalie Bertell: Kriegswaffe Planet Erde, Gelnhausen 2011

Die Erde als Waffe

Präsentation: Prof. em. Dr. Claudia von Werlhof, Univ. Innsbruck, Obfrau der „Planetaren Bewegung für Mutter Erde“

04. Juni 2012 um 20h

Im 3raum anatomietheater – Beatrixgasse 11, 1030 Wien

Info: http://www.3raum.or.at, tel: 0650-323 33 77

Eintritt: Pay as you wish

Es gibt sie tatsächlich, und das bereits seit Jahrzehnten! Die UNO warnte die Welt davor bereits 1977: Die technischen Möglichkeiten für die künstliche Produktion von Erdbeben, Tsunamis, Vulkanausbrüchen, Wirbelstürmen, Trockenperioden, Überschwemmungen, Meeresströmungs- und Klimaveränderungen. Seit dem 2. WK ist das Militär in Ost und West im Geheimen damit beschäftigt, sog. postatomare Naturkatastrophentechnologien in Gestalt von „Wetterkriegen, Plasmawaffen und Geo-Engineering“ zu entwickeln und zwar u.a. auf der Basis der Entdeckungen von N. Tesla (1856-1943) über den „gepulsten“, also systematisch und prinzipiell grenzenlos möglichen „aufschaukelnden“ Umgang mit den elektromagnetischen Wellen der Erde. Inzwischen gibt es ca. 2 Dutzend aktive Anlagen dafür weltweit.
Für die kanadisch-US-amerikanische Autorin, die Naturwissenschaftlerin, Alternative Nobelpreisträgerin, Nonne, UNO-Gutachterin, Ärztin, Expertin für Radioaktivität und Ökofeministin Dr. Rosalie Bertell, heute über 80 Jahr alt, bedeutet diese von ihr präzise und detektivisch dokumentierte Entwicklung die lebensgefährliche und schockierende Verwandlung unseres Planeten in eine Kriegswaffe gegen uns und sich selbst.
Nun ist dieses Buch mitsamt Aktualisierungen und Beiträgen anderer internationaler AutorInnen aufgrund der Aktivität der 2010 gegründeten „Planetaren Bewegung für Mutter Erde“ auf Deutsch erschienen.

Interview von Claudia von Werlhof bei attac-Radio

Claudia von Werlhof, Professorin für Frauenforschung, über die Sandburgen Gemeinwohlökonomie und demokratische Banken – was sie fordert, ist schlicht und einfach ein totaler Systemwechsel.
Die Gesellschaft, in der wir heute leben, ist als modernes Patriarchat organisiert. Eine weitgehende Verkehrung aller Verhältnisse bestimmt das Leben in Natur und Gesellschaft. Nicht das irdische Lebendige, das Geborene und seine Entfaltung und Erhaltung stehen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, sondern dessen Zerstörung, Transformation und Verkehrung in ein künstlich Gemachtes, ein Ersatz-„Leben“. Wissenschaft und Politik ignorieren bzw. tabuisieren Debatten über Mütter, den Leib, Frauen und Natur. Aus der Kritik daran entwickelt Claudia von Werlhof die vorliegende „Kritische Patriarchatstheorie“.

Interview anhören: INTERVIEW

Occupy Patriarchy! – by Kathy Miriam

The New Now-Moment of Occupy Wall Street

The whole world was erupting as we U.S Americans were watching. Our noses pressed to the screen-monitors of history we watched as waves of mass rebellion rippled from Greece and Spain to Tunisia, Egypt, and Syria in the Arab Spring where dictatorship after dictatorship was toppled. And then, who knew? I for one never expected that the waves of protest would find our own shores. As we watched, only occasionally would a plaintive or angry question pop up: When will we get out on the streets? Yet when pushed to the brink and over of desperation at the beginnings of the economic onslaught on this country, people were still echoing the noxious nostrums of the new president who preached “no more excuses” and “individual responsibility” to a people suffering the brunt of a crisis put in motion by a financial system that–contrary to the delusions of the left–had put Obama in office.

read all: occupy.patriarchy.org