Schlagwort-Archive: Kritische Patriarchatstheorie

Russischer Artikel „Die Globalisierung des Neoliberalismus, seine Folgen und einige Alternativen“

Der Artikel von Claudia von Werlhof mit dem Titel: „Die Globalisierung des Neoliberalismus, seine Folgen und einige Alternativen“ wurde auf dem Internetjournal des Instituts für Soziologie der Russischen Akademie der Wissenschaften veröffentlicht.

Der Beitrag von Claudia von Werlhof ist im Artikel auf S. 106-138 zu finden.

>>>Claudia von Werlhof – Глобализация и неолиберализм:существует ли альтернатива разграблению земли?<<<

Homepage des Instituts für Soziologie der Russischen Akademie der Wissenschaften: www.vestnik.isras.ru

Intensiv-Seminar auf La Palma: Für den Weg in eine lebenszentrierte Zivilisation

Intensiv-Seminar auf La Palma mit Claudia von Werlhof und Autarca. 19.-29. März 2016

Für den Weg in eine lebenszentrierte Zivilisation
Permakultur im Alltag für Stadt und Land als geistig-spirituelle und materielle Grundlage
auf dem Weg in eine postkapitalistische und postpatriarchale Alternative

Programm:

  • Theoretische Grundlagen zur Patriarchatskritik, Modernen Matriarchatsforschung, Geld- und Ökonomiekritik, Wiederaufbau einer matriarchalen Subsistenzwirtschaft (v. Werlhof)
  • Permakultur und Natur-, Geschlechter-, Generationen-, Transzendenzverhaeltnis: Erdspiritualität in Theorie und Praxis. Permakultur und das Politische Verhaeltnis als interne Organsationsform sowie von dieser zur umgebenden Gesellschaft. (v. Werlhof/Autarca)
  • Integrale Umweltheilung, Atmosphaerenbelebung, Himmelsakupunktur, Lebendiges Wasser ist Leben, Schaffung von hochbiodiversen essbaren Landschaften: Die Waldkultur als Zukunftsvision,
    TerraPreta, Humusaufbau, Integration und Fülle für alle Lebenwesen, Schaffung von Rettungsboten: Permakultur in Theorie und Praxis für den Alltag in Stadt und Land (Autarca).
  • Visionssuche für Mutter Erde mit Aufstellungen nach Claudia von Werlhof.

Kosten, max. 8 Teilnehmende:

  • Intensivkurs: 60.-Euro täglich, Dauer, 10 Tage, intensiv
  • Vollpension: 35.-Euro täglich für vegetar./veganes Schlemmeressen & Logis im solaren Earthship Autarca.

Total 950.- Euro

Anmeldungen:

“Autarca-Matricultura Tinizara, Zentrum für ökologische Lebensentfaltung“

Barbara und Erich Graf, Cam. La Ermita, 26, E-38780 Tijarafe,

Tel. 0034 922 49 02 15, mail: autarca@matricultura.org

Prof. Dr. Claudia von Werlhof bei Quer-Denken.TV – Caliban und die Hexe

Caliban und die Hexe – zur „Alchemie“ der Moderne.
Patriarchatskritik der kapitalistischen Gesellschaft

Prof. Dr. Claudia von Werlhof im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt. Wir leben heute (beginnend vor mehreren Jahrtausenden) in einer weitgehend patriarchal organisierten Welt oder Zivilisation, relativ unabhängig von Nationalitäten, Kulturen und Religionen. Die moderne Form dieses Patriarchats ist das „kapitalistische Patriarchat“. Es knüpft an die schon im Altertum formulierte „alchemistische“ Utopie an, durch eine technische Transformation, ja Überwindung und Ersetzung der Natur und Menschen, insbesondere der Frauen als Mütter, zu einer nur von Männern geschaffenen Zivilisation des „pater arché“, am Anfang des Lebens bzw. der Materie jeweils ein Herr bzw. „Vater“, zu gelangen.

Alternative dazu wäre eine matriarchale zivilisatorische Regelung, die nichts mit einer „Frauenherrschaft“ zu tun hat, sondern an der Kooperation und nicht Beherrschung oder gar Eliminierung bzw. Ersetzung von Natur und Müttern, also an dem „mater arché“ orientiert ist, wie es das Erdenleben kennzeichnet.

Obwohl die matriarchale Zivilisation die ältere und ursprüngliche ist, hat sie sich gegen die gewalttätige, kriegerische Patriarchalisierung der Kontinente bis auf einige noch immer lebende Matriarchate nicht halten können. Sie beruht auf Herrschaftsfreiheit, Gemeinsinn, Gerechtigkeit, Gewaltfreiheit, Respekt und Achtung vor dem Leben. Demgegenüber steht die patriarchale Zivilisation, die genau umgekehrt geregelt ist, eben weil sie die irdischen, quasi „mütterlichen“, Bedingungen nicht akzeptiert und ihnen ihr alchemistisches Umwandlungsverfahren auf allen Ebenen und in allen Bereichen entgegensetzt. Dies führt zu einer buchstäblichen Verkehrung der Welt, die gerade in der Neuzeit und Moderne mithilfe moderner Maschinentechnik erst wirklich Gestalt angenommen hat. Ja, die Maschine ist sozusagen die Inkarnation des Naturersatzes, was aber wegen des historischen Scheiterns alchemistischer Verfahren nicht zugegeben wird.

Diesen Fragen geht Prof. Dr. Claudia von Werlhof (emeritierte Professorin für Politikwissenschaft und Frauenforschung am Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck) als einer der Mitbegründerinnen der Frauenbewegung auf den Grund. Sie zieht dafür die Linie von den Anfängen der Frauenforschung über das Buch „Caliban und die Hexe“ und die Auseinandersetzung mit dem Marxismus bis zur sog. Kritischen Patriarchatstheorie heute nach. 2007 gründete sie dazu den Verein FIPAZ (Forschungsinstitut für Patriarchatskritik und alternative Zivilisationen).

Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die moderne Zivilisation im Zusammenhang mit dem Patriarchat vom Nanobereich bis hin zum Planeten Erde so zerstörerisch geworden ist, dass sie aufgegeben und re-matriarchalisiert werden sollte. Die kapitalistische Gesellschaft ist dabei der historische „Höhepunkt“ der patriarchalen Zivilisation. Dies sei der Grund für die Zivilisations- und Kapitalismuskrise der Moderne.

Homepage: Quer-Denken.TV


Die Buchrezension von Prof. Dr. Claudia von Werlhof zu Silvia Federici’s
Caliban und die Hexe – Frauen, der Körper und die ursprüngliche Akkumulation ist
Grundlage für das Quer-Denken.tv Interview „Caliban und die Hexe – zur Alchemie der Moderne. Patriarchatskritik der kapitalistischen Gesellschaft“, und hier komplett als .pdf verfügbar.

>>>Buchrezension „Caliban und die Hexe“ als .pdf<<<

Filmprojekt zum Thema „BUMERANG – Die Kritische Patriarchatstheorie“

Hier finden sie das inhaltliche Konzept für das Filmprojekt „Das Geheimnis der modernen Zivilisation„, von Corina Toledo (Idee), Saskia Nathalie Betz, Nefertiti Strong (Filmerinnen) und Claudia von Werlhof (Vortragende), das sich mit der von Claudia von Werlhof entwickelten „Kritischen Patriarchatstheorie“ auseinandersetzt und sich bereits in der Umsetzung befindet.

Es wurden bereits 10 Stunden an Aufnahmen in Tirol am August 2015 durchgeführt.
Der erste Schnitt erfolgt dann im Jänner 2016.
Danach finden Ergänzungen durch früheres sowie anderes Filmmaterial statt.

>>>Konzept als .pdf<<<

„Die Wahrnehmung von Frauen in westlichen und muslimischen Gesellschaften“ – Vortrag von C. Werlhof zur gleichnamigen Vernissage in München

Im Westen werden Frauen nicht in 1. Linie unter dem Aspekt ihres potentiellen oder aktuellen Mutter-Seins betrachtet. Sie werden in der Öffentlichkeit auch nicht unbedingt als Mitglied einer Familie wahrgenommen, als eine Person, die unter männlichem oder allgemein sozialem Schutz und/oder ebensolcher Kontrolle steht. Sondern die Frauen hier erscheinen im Prinzip als freie, frei-gesetzte Individuen und mögliche Objekte der Begierde, sei es als Arbeitskraft, sei es als Sexualwesen. Oder aber sie erscheinen als geschlechtsfernes Neutrum, das noch als Arbeitskraft Verwendung finden mag.

Dies ist in muslimischen Ländern durchaus nicht, oder noch nicht der Fall. Dort werden Frauen vor allem als potentielle Mütter gesehen, die immer in einen familiären Zusammenhang gehören, der dauerhaft für Schutz nach außen und gerade auch eine Kontrolle durch die männlichen Mitglieder sorgt, -daneben natürlich auch als Sexualwesen und Arbeitskraft. Nie jedoch als nur dies oder gar als Geschlechts-Neutrum.

Link zum Text: [KURZVORTRAG MÜNCHEN]

„Das Ende des Patriarchats“ – Claudia von Werlhof im Interview (www.nexworld.tv)


Nach wie vor scheint der Mensch in seinen archaischen Gesellschaftsstrukturen verankert zu sein; die männlichen Führungskräfte sind die Stammeshäuptlinge unserer Zeit. Für Frau Prof. Dr. Claudia von Werlhof, bekannte Frauenrechtlerin an der Universität Innsbruck, ist dies der Grund für die aggressive, leistungsorientierte und unsoziale Ausprägung unserer Gesellschaft.

Der Mann ist die bestimmende Kraft im Gesellschaftssystem, die Frau spielt eher eine untergeordnete Rolle, garantiert aber durch ihre kommunikative und sanfte Natur den familiären Zusammenhalt. Daher fordern Soziologen vermehrt die Einbindung von Frauen in politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entscheidungen. Dies soll zu einer grundsätzlich sozialeren Gesellschaft, vielleicht sogar einer besseren Welt führen.

Das soll nicht bedeuten, dass wir Frauen in Hosenanzügen züchten sollen. Für Frau Werlhof ist eins klar: die Frauen sollten sich wahrhaftig emanzipieren und nicht einem männlichen Ideal entsprechen. Nun stellt sich die Frage, ob die Emanzipation in Wirklichkeit kontraproduktiv war und die angeblich bewusste Frau zu einem Mann mit weiblichen Attributen wurde?

Homepage: www.nexworld.tv